Können Hunde trotzig sein?

#1 von Käthe , 20.01.2011 10:47

Ich glaube schon. Und ich glaube weiter, ich habe den König der Trotzköpfe auf meinem Sofa wohnen.
Ein paar Tage gings jetzt ganz gut mit der (also: ohne die) Kackefresserei. Stattdessen nimmt er dann gern mal Taschentücher auf
Gestern und heute wurde aber wieder ungeniert gefressen. Das hab ich mit Leinenhaft und erhöhter Aufmerksamkeit quittiert, woraufhin er halt Taschentücher gefressen hat. In der nächsten Runde des Spiels muss er dann eben ziemlich bei Fuß laufen. Und er macht kein Geheimnis draus: Er scannt die Gegend nach Dingen ab, die auch nur entfernt nach Taschentuch aussehen. An denen wird dann auffällig unauffällig im Vorbeigehen geschnüffelt. Wenn ich ihn irgendwo pinkeln lasse, kann ich mir absolut sicher sein, dass an dieser Stelle irgendetwas in seinem Maul (und Magen) landet. Irgendwas wird da schon liegen. Papierschnipsel, Kaugummireste, Korken... in der Großstadt verhungert man ja nicht.

Und ich könnte schwören, das Mistvieh macht das NUR, um mich zu ärgern!


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RE: Können Hunde trotzig sein?

#2 von Ginger , 20.01.2011 11:05

der Tünn

Ich weiß, daß Hunde beleidigt sein können....Bolli war nämlich gestern beleidigt.
Normalerweise liegt Bolli am Abend auf dem Sofa bei mir.

Nun war ich ja von Freitag bis Mittwoch bei Muttern und hab auch dort geschlafen....die Freude, als ich gestern heim kam war riesig...das könnt ihr euch ja vorstellen....ABER....am Abend, als ich mich aufs Sofa legte....was macht der Bollemann? Er geht zu Schatz und legt sich AUF ihn drauf und schmust wie bekloppt...immer zu mir schielend.....danach hat er sich auf sein Hundebett gelegt....mit dem Rücken zu mir

Heute Nacht hat er dann wiederum neben mir, ja fast auf mir, im Bettchen geschlafen........das hat er dann wohl nicht länger ausgehalten


Grüßle Anja mit TschiBo


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sondern sie sind Zeichen der Stärke und Entschlossenheit.
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RE: Können Hunde trotzig sein?

#3 von Nina , 20.01.2011 11:54

Lotta ist eigentlich nie trotzig. Sie hat zwar schon ihren eigenen Willen, aber sie macht nichts, um mich zu ärgern sondern wenn sie explizit nicht das macht, was ich will (zum Beispiel aus dem Garten rein kommen, wenn ich sie rufe) dann nur, weil sie doch jetzt sooooo viel lieber das andere machen möchte. Sie guckt dabei dann aber nicht trotzig sondern eher bittend und bettelnd.


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RE: Können Hunde trotzig sein?

#4 von FrauBine , 20.01.2011 12:22

Zitat von Nina
Lotta ist eigentlich nie trotzig. Sie hat zwar schon ihren eigenen Willen, aber sie macht nichts, um mich zu ärgern sondern wenn sie explizit nicht das macht, was ich will (zum Beispiel aus dem Garten rein kommen, wenn ich sie rufe) dann nur, weil sie doch jetzt sooooo viel lieber das andere machen möchte. Sie guckt dabei dann aber nicht trotzig sondern eher bittend und bettelnd.



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RE: Können Hunde trotzig sein?

#5 von Pogi , 20.01.2011 14:47

Ich denke, sie können! Bei Pogi habe ich auch öfter den Eindruck, dass er trotzig ist. So nach dem Motto: ich weiß genau, dass Du das nicht willst, aber ich will es jetzt gerade. Fast könnte man denken, er stampft jede Sekunde mit einem seiner Füße auf wie ein kleines Kind.


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RE: Können Hunde trotzig sein?

#6 von Nicole , 23.01.2011 10:38

Vielleicht ist´s ja in dem Fall auch so ne Art Flucht ins Hobby. Tünn ist gestresst, da Du ihn stresst und dann macht er das, was er am liebsten tut, sucht nach fressbaren und flüchtet in die Fresserei.


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RE: Können Hunde trotzig sein?

#7 von Nina , 23.01.2011 10:43

Genau! Das ist es! Dieser unmenschliche Druck, den Käthe auf den armen Tünnes ausübt führt dazu, dass ihm nichts anderes übrig bleibt, als noch mehr Müll in sich rein zu stopfen.

Man findet für alles eine Erklärung, die zeigt, dass der arme Hund gaaaaar nichts dazu kann, man muß nur lange genug suchen.


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RE: Können Hunde trotzig sein?

#8 von Nicole , 23.01.2011 10:52

Zitat von Nina


Man findet für alles eine Erklärung, die zeigt, dass der arme Hund gaaaaar nichts dazu kann, man muß nur lange genug suchen.



Ich finde das nicht so abwägig, wie die die Trotz-Theorie. Mio frisst wenn er richtig Stress hat (vor allem mit mir) im völligen unverstand Schnee. Oder er hängt mit der Nase nur noch am Boden und zieht wie Bolle.

Bekommt Tünn meker, da er Tempos frisst, frisst er nun nicht mit Absicht Tempos weiter, sondern sucht eine Befriedigung in dem er widerum Tempos frisst. "Alles-was-rum-liegt-in-den-Rachen-schieben" ist bei Tünn ja schon eher extremes Verhalten und nicht der Norm entsprechend. So viel ich weiß, geht der ja nicht unverhofft spazieren und dann fällt im was leckeres vor die Nase und dann frisst er das. Der sucht sich ja gezielt was zum fressen. Das ist sein Hobby, daß ihn auch wieder puscht wenn´s mal ungemündlich wird.


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RE: Können Hunde trotzig sein?

#9 von Nina , 23.01.2011 13:28

OK. Um die Theorie zu testen, muß man ihn dann ganz doll für's Müll fressen loben.


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RE: Können Hunde trotzig sein?

#10 von Käthe , 23.01.2011 13:36

Zitat von Nina
OK. Um die Theorie zu testen, muß man ihn dann ganz doll für's Müll fressen loben.


Ich glaube, das unterlasse ich mal lieber


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RE: Können Hunde trotzig sein?

#11 von Nicole , 23.01.2011 13:42

Zitat von Nina
OK. Um die Theorie zu testen, muß man ihn dann ganz doll für's Müll fressen loben.




Sehr witzig


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RE: Können Hunde trotzig sein?

#12 von Nina , 23.01.2011 13:43

Tut mir leid, wenn das doof rüber kam. War nicht so gemeint.


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RE: Können Hunde trotzig sein?

#13 von tsatuk , 24.01.2011 10:44

Zitat von Käthe

Zitat von Nina
OK. Um die Theorie zu testen, muß man ihn dann ganz doll für's Müll fressen loben.


Ich glaube, das unterlasse ich mal lieber



So weit würde ich vielleicht nicht gehen, aber der Ansatz ist gar nicht soo falsch. Zwei Beispiele dazu:
Fea hat als Welpe Steine gefressen. Wieso? Weil sie das mal versucht hat und ich habe darauf reagiert... Also habe ich meine Reaktion abgestellt - wenn sie mal wieder Steine geschluckt hat, habe ich Augen zu gemacht und sie einfach ignoriert. Und es war schnell vorbei.
Gandhi rennt manchmal weg wenn ich ihn rufe. Es passiert immer, wenn ich ihn zu mir rufe und meinen Ruf mit Nachdruck wiederhole. Zuerst habe ich gedacht, dass er Angst bekommt und dementsprechend beschwichtigend reagiert - hat nichts gebracht. Negative Konsequenzen (ich gehe weg) auch nicht. Jetzt rufe ich ihn einfach nicht mehr. Er ist dann aufmerksam und folgt mir sehr schnell.
Ich denke, dass Tünn den Dreh raus hat - fresse ich etwas unterwegs, bekomme ich ganze Aufmerksamkeit und vollen Magen. Ob Aufmerksamkeitentzug ihm helfen würde, kann ich nicht sagen, ich müsste ihn zuerst mal kennen lernen/sehen. Aber im Prinzip das ist der richtige Weg - vorbeugen statt verbieten, wenn zu spät, ignorieren. Und das gewünschte Verhalten belohnen.
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RE: Können Hunde trotzig sein?

#14 von Käthe , 24.01.2011 11:02

Nee, den Weg bin ich schon eine ganze Weile gegangen. Die Fresserei ist dummerweise dermaßen selbstbelohnend, dass ihm schnurzegal ist, wenn ich nicht darauf reagiere. Er freut sich bloß einen Ast, dass ich wegsehe und frisst noch viel mehr - und dann nicht "nur" Taschentücher, sondern bevorzugt eben Kacke.
Ihn interessiert nicht mal, wenn ich außer Sicht gehe - bevor er nicht aufgefressen hat, kommt er nicht hinterher. Was schon mehr als einmal dazu führte, dass er hinter dem falschen Menschen herlief oder unterwegs versehentlich einen anderen Hund getroffen hat


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