Streifentierchen vs. Labbi

#1 von Stef , 16.02.2011 15:19

Wie im Tagebuch schon beschrieben gibt's hier ein Labbimädel, das im Freilauf immer "nackt" läuft und dessen Frauchen nicht wirklich Herrin über sie ist. Corazón und das Labbimädel mögen sich überhaupt nicht

Ich hätte von euch gerne mal etwas Input, wie ich das Management verbessern könnte. Zwischen Corazón und dem Labbimädel hat's schon öfter gekracht, allerdings haben sie sich nicht ernsthaft verletzt. Aber auch diese Keilereien brauche ich nicht wirklich.

Mir geistert das schon seit heute früh im Kopf herum, was ich hätte anders machen können. Meine beiden waren an der Leine, Inka am Kurzführer, Corazón an der kurzgenommenen Schleppe. Das Labbimädel ohne Leine und Halsband. Das Labbimädel schoß auf uns zu, Corazón hinter mich zu bringen, wäre nicht mehr gegangen und auch da wäre das Labbimädel ja an sie rangekommen. Ich habe Corazón dann mehr Leine gegeben, habe Inka zu mir gezogen und bin mit ihr rückwärts gegangen, gleichzeitig habe ich Corazón abgerufen und sie kam nach ein paar Sekunden.

Was hätte ich besser/anders machen können?
- ich habe Corazón im Prinzip im Regen stehen lassen
- wenn ich sie hinter mich gebracht hätte und das Labbimädel wäre auf sie drauf, hätte ich sie genausowenig geschützt

Leine und Halsband habe ich dem Frauchen schon wie oft vorgeschlagen. Da ist sie aber sehr beratungsresistent


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RE: Streifentierchen vs. Labbi

#2 von Langbein , 16.02.2011 18:31

So wie Du schreibst, finde ich, hast Du die Situation doch sehr gut gemeistert.

Zitat von Stef
Was hätte ich besser/anders machen können?
- ich habe Corazón im Prinzip im Regen stehen lassen
- wenn ich sie hinter mich gebracht hätte und das Labbimädel wäre auf sie drauf, hätte ich sie genausowenig geschützt

Leine und Halsband habe ich dem Frauchen schon wie oft vorgeschlagen. Da ist sie aber sehr beratungsresistent



Hmmm, mit dem Davorstellen hab ich auch ein Problem. Erstens findet ein offline-Hund eh einen Weg, an den Hund hinter Dir ranzukommen, zweitens ist Kaya zu neugierig dafür, sie drängt in so einer Situation nach vorne, egal ob freundlich oder nicht. Und da will ich sie auch nicht zwingen, hinten zu bleiben, zumal (eben, siehe erster Satz).

Es kommt darauf an, wie das Labbimädel drauf ist. Will sie angreifen, oder rennt sie nur zu euch hin? Tagebuch hab ich nicht gelesen, aber was hält die Besitzerin davon, ihren Hund in diese Situation zu bringen – der könnte ja auch was abkriegen... Blöd, solche Leute.


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RE: Streifentierchen vs. Labbi

#3 von Käthe , 16.02.2011 18:42

Mir erschließt sich irgendwie so gar nicht, wie man seinen Hund nackt herumlaufen lassen kann. Ist die begeisterte FKKlerin oder wieso zur Hölle ist man da so beratungsresistent?

Hund hinter mich bringen hat bei uns noch nie geklappt, ich lege aber auch keinen Wert drauf, denn wie Desi schon sagte: Der Fremdhund findet eh einen Weg an dir vorbei. Damit ist dann auch nichts gewonnen.
Leine lassen finde ich schon mal gut.
Und dann hab ich bei mir selbst irgendwann festgestellt, dass ich auch zum Rückwärtsgehen neige, das aber eher nicht zur Entspannung der Situation beigetragen hat, sondern das Gegenteil der Fall war. Seitdem gehe ich VOR Tünnes lang und nehme ihn dann im Bogen mit mir mit. Das hilft natürlich auch nur dann, wenn das Gegenüber nicht wirklich hinterher kommt


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RE: Streifentierchen vs. Labbi

#4 von Schnuffelnase , 16.02.2011 18:58

Also was bei Kira zuweilen eine Wahl ist- falls man noch genügend Zeit hat- ist sie irgendwo ablegen/absetzen und dann allein auf den Tutnix zu und wegscheuchen. Scheuchen stell ich mir bei nem Labbi jetzt nicht so einfach vor, aber ich könnte mir vorstellen, dass ein "Naaaaa, wer bist duuuuuu denn?" im Zusammenhang mit einem Winkeleckerchen einen Labbi durchaus eine Weile beschäftigen könnte. Also ähnlich quasi mit es mit dem kleinen Dackeldingsda gelaufen ist. Dass du quasi hingehst und dich um den Hund kümmerst, so dass sie erstmal außer gucken garnix braucht. Allerdings mit zweien hab ich sowas noch nie probiert und an Hauptstraßen etc. kann man es sowieso vergessen.

Ich denke mal, so viel Leine wie möglich geben ist in so einem Zusammenhang schon eine der besten Sachen, die du machen kannst. Hinter dich bugsieren wäre, wenn es klappen würde, die beste Variante, aber ehrlich, bei einem um dich rum wuselnden Labbi- so schnell kannste garnicht gucken und der kommt von der anderen Seite schon wieder.


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RE: Streifentierchen vs. Labbi

#5 von Nina , 16.02.2011 19:09

Ich denke, es gibt Situationen, in denen man Hundekontakt nicht verhindern kann und dann ist es immer noch das beste, einfach die Leine los zu lassen, um den eigenen Hund nicht noch zu behindern.

Ich weiß ja jetzt nicht, wie der Labbi so drauf ist, aber wenn z.B. ein Hund in Lottamanier auf uns zugebrettert käme, dann sehe ich da nicht viele Chancen. Ist es ein "der will nur spielen" Typ und mein Hund lässt sich zurück halten, gut, dann kann ich versuchen, mich dazwischen zu schmeißen und ihn abzublocken, aber wenn der mit Krawallabsicht kommt und vielleicht auch noch eine gewisse Größe und Beißkraft hat, dann kann das auch übel ausgehen.

Aber wenn man schon mit dem eigenen Hund zu kämpfen hat, oder auch noch zwei Hunde dabei hat (soviel Platz ist hinter einem ja auch nicht), dann sehe ich da schlicht schwarz.

Ich habe Lotta mal einmal hinter mich an einen Zaun gequetscht, als ein Hund bellend auf uns zugeschossen kam, aber man halt auch nicht immer einen Zaun zur Hand.


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RE: Streifentierchen vs. Labbi

#6 von Pudl , 16.02.2011 20:09

Zitat von Nina
Ich denke, es gibt Situationen, in denen man Hundekontakt nicht verhindern kann und dann ist es immer noch das beste, einfach die Leine los zu lassen, um den eigenen Hund nicht noch zu behindern.


Kannst du das bitte mal meinem Mann sagen? Mir glaubt er's ja nicht...

Ich sehe es ähnlich. Ich werde für meinen Hund ja nicht vertrauenswürdiger, wenn ich ihn in einer Situation, die er noch nicht einschätzen kann, "fessle", ihn sonstwie hilflos mache oder eine Verantwortung übernehme, der ich dann nicht gewachsen bin, weil es mir nicht gelingt, den anderen Hund aufzuhalten. Die besten Erfahrungen habe ich damit, ruhig davon zu gehen, so zu tun, als wäre der andere Hund das Normalste der Welt. Selbst bei unkastrierten Rüden hat das Ottos Aufmerksamkeit automatisch darauf gelenkt, mir nachzulaufen und damit die Situation schnell und reibungslos zu beenden. Daraus konnte er auch lernen, wie man erfolgreich deaskaliert.

Zitat von Stef

- ich habe Corazón im Prinzip im Regen stehen lassen

Hast du in meinen Augen nicht: Du hast ihr ja zu verstehen gegeben, dass du Rückzug für angebracht hältst und Corazón HAT sich zurückgezogen. Dass sie dabei vielleicht ein bisschen ihr Gesicht wahren möchte, ist ja ok, finde ich.

 
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RE: Streifentierchen vs. Labbi

#7 von Stef , 17.02.2011 09:09

Diese Labbihündin will nicht spielen. Sie kommt knurrend mit gefletschten Zähnen auf Corazón zugerannt. Aber so richtig wirklich auf ernsthafte Beschädigung ist sie scheinbar auch nicht aus. Trotz Leibesfülle ist das Mädel noch flink auf den Pfoten unterwegs.
Corazón ablegen geht in der Situation definitiv nicht mehr, hat mich nur gewundert, daß sie auf das "Hiiiieeer!" reagiert hat.
Ich bekomme Corazón normalerweise schon hinter mich und sie bleibt dann auch, aber nicht wenn ein Hund auf uns zugeschossen kommt. Die meisten anderen Hunde passieren uns im Fuß (ohne Leine) oder eben mit Leine.

Früher hätte ich Inkas Leine einfach fallen lassen und "sitz!" gerufen, dann wäre sie schon mal angetackert gewesen. Aber sie ist ja taub und dement, das ist noch was, was uns bißchen behindert. Und ich mochte sie da nicht drömelig mitten rein latschen lassen

Frauchen ist um die 70, die rafft es einfach nicht mehr. Und die Hündin mag angeblich nur Corazón nicht. Allerdings hat Jak'l-Frauchen die Augen recht verdreht, als sie sie gestern früh im Feld sah Ich finde es ja auch nicht sooo schlimm, wenn man seinen Hund im öffentlichen Verkehrsbereich (das war es!) an die Leine nimmt (mal abgesehen davon, daß die Hundesatzung das eh verlangt). Die Straße ist direkt am Feld, aber auch da fahren Autos. Ich bin bei Inka ja auch ein Fan von Offline, aber im Straßenverkehr ist sie an der Leine, basta.


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RE: Streifentierchen vs. Labbi

#8 von Toni , 17.02.2011 12:28

Puh, welch Alptraum. Das diese aeltere Dame so uneinsichtig ist ist aber auch der Hammer. Ich finde ihr Verhalten total verantwortungs,- und ruecksichtslos.


Bist du schon mal energisch-bestimmend auf das Labbimaedel zu und hast ihr deutlich gemacht, das sie sich besser vom Acker macht ?

Oder wenn garnichts mehr hilft, muesstest du ihr mal etwas vor die Fuesse werfen. Ich bin ja wirklich sonst nicht so rabiat, aber so was geht doch wirklich nicht. Auf der anderen Seite ist es dann aber wieder traurig, das der Hund es wieder mal fuer die Fehler seiner Menschen ausbaden muss. Manno, ist wirklich eine doofe Situation, die keiner braucht.


Liebe Grüße,
Nicole mit Tobi und Balou

 
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