RE: Agility – pro & contra?

#16 von kishu , 16.06.2011 08:50

Zitat von sinnerle
Darf ich den Fred mal hijacken?

Spricht was dagegen, sich so'n Agility-Set selbst zu bauen? Also die Slalom Stangen aus Ästen zum Beispiel... muss das unbedingt Plastik sein?



nein, es müssen nur irgendwelche Stöcke sein...alte Skistöcke, Äste, alles was sich so umfunktionieren lässt passt super.

Es muss nicht Plastik sein, überhaupt nicht.

Man kann auch Gartenstühle hinstellen und damit einen Slalomparcour machen....alles egal, hauptsache es funktioniert.

Ciao
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RE: Agility – pro & contra?

#17 von Schnuffelnase , 17.06.2011 19:20

Nö, wieso sollte es Plastik sein müssen? Ich denk, die Stangen sollten halt sehr gut zu sehen sein, insofern müsstest du die Stöcke noch bissi präparieren vielleicht. Aber sonst... mach doch einfach wie du lustig bist. Man kann sehr viel improvisieren. Zwei Ziegelsteine, ein schmales Brett und schon hast du was zum Balancieren. Ein alter Fahrradschlauch gibt aufgepustet einen prima Reifen, musst ihn halt nur ein bisschen fixieren wegen Wind. Statt Tunnel kannst du auch einfach Kartons nehmen, die du an zwei Enden offen hast und aneinander klebst mit Tape. Das wär dann allerdings nicht regenfest. Für Slalom kannst du Stöcke nehmen oder aber auch so Weidezaunstangen, die man teilweise günstig bekommt. Lass deiner Phantasie freien Lauf!


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RE: Agility – pro & contra?

#18 von Langbein , 18.06.2011 13:05

Unsere Trainerin hat auch viele Geräte selbst gemacht. Es ist eher ein Parcours mit "Hindernissen", nicht "nur" Agi-Geräte. Im Baumarkt findet man viele Dinge um für Hundi was Interessantes zu basteln. Das neueste, was wir haben sind Armierungseisen in einen Holzrahmen eingefasst und eine Hängebrücke, die Dinger sind super. Da es halt für grosse Hunde gebaut wurde, brauchte es dementsprechend viel Material und es wird nicht nix gekostet haben. Aber bestimmt nicht soviel, wie wenn man die Geräte kaufen müsste – die Tunnels sind ja z.B. schweineteuer, wenn sie qualitativ hochwertig sind.

Hier noch ein Slow-Motion-Video zum Thema: Das sind keine schönen Bilder, ich bin richtig entsetzt, dass die Halter ihre Hunde unter den Umständen starten lassen und teilweise nicht mal mitkriegen, wenn sie verunfallen... So darfs nicht sein:

http://www.youtube.com/watch?v=9D_EqdtiayE


LG
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RE: Agility – pro & contra?

#19 von tsatuk , 18.06.2011 14:20

Gott! Ich habe das Video nicht zu Ende anschauen können. Die Minute hat mir gereicht. Ich frage mich, ob die Besitzer dann die Hunde betreuen werden, wenn die krank werden. Und die Vermutung liegt nahe, dass sie das nicht tun werden. Wozu braucht man verbrauchte Geräte?
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RE: Agility – pro & contra?

#20 von kishu , 18.06.2011 14:39

Zitat von tsatuk
Ich frage mich, ob die Besitzer dann die Hunde betreuen werden, wenn die krank werden. Und die Vermutung liegt nahe, dass sie das nicht tun werden. Wozu braucht man verbrauchte Geräte?
Barbara



Als ich mal in einer Hundeschule hier bei uns einen Vortrag über: Wie gestalte ich gutes Hundetraining in der Gruppe und im Sportbereich....
sagte die Agility-Trainerin zu mir: bei uns ist das Motto SPORT IST MORD.....

ich hatte da gerade den Punkt bearbeitet, dass man sich bei jedem Training auf den Hund einstellen soll. Je nach seinen momentanen körperlichen und psychischen Möglichkeiten.....

ähmm...das spricht dann wohl für sich, wenn man solch Antwort bekommt.

Diese Hunde werden mit ca. 6 Jahren alle ausgemustert.

Jutta

 
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RE: Agility – pro & contra?

#21 von Langbein , 18.06.2011 15:03

Am Schluss wirds wirklich sehr unschön...

Ich hab nicht das Gefühl, dass diese Leute sich nicht ehrlich um ihre Tiere kümmern (möchten). Aber ich hab sehr stark den Eindruck, dass sie sich durch diese Sportart profilieren und das zum Leid ihres Hundes. Verkehrte Welt!

Ich finds auch Schade für die Sportart an und für sich, es gibt ja wirklich auch Leute, welche sinnvoll und ihrem Hund entsprechend arbeiten in dem Bereich. Aber wenn man das sieht, vergeht einem die Lust komplett.


LG
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RE: Agility – pro & contra?

#22 von Pudl , 18.06.2011 16:19

Wenn ich solche Videos sehe, bin ich richtig stolz auf Otto und mich, dass wir damals mit Schimpf und Schande aus dem Agility-Kurs geflogen sind, bevor wir überhaupt angefangen hatten. Aber zu all diesen left-side-forward-Borders und -Aussies hätte Otto nun wirklich nicht gepasst. Und ich nicht zu den überehrgeizigen Frauchen, die - obwohl die Stunde schon zu Ende war - noch einen Parcours und noch einen und noch einen letzten und einen allerallerletzten... absolvierten. Auf Zeit natürlich. (Eine gewisse Schadenfreude kann ich mir also nicht ganz verkneifen, wenn in dem Video Herrchen und Frauchen ins Straucheln kommen. )

Dass diese ehrgeizigen Frauchen ihre Hunde nicht wirklich mochten und sich auch bei Krankheit nicht ausreichend um sie kümmern würden, würde ich nicht unbedingt behaupten wollen. Ich hatte auch durchaus den Eindruck, dass die Hunde Spaß hatten. Aber eben nicht genug, um den Neuen (Otto) nicht spannender zu finden. Und das durfte nicht sein. Auch nicht "nach Feierabend". Und deswegen sollte Otto erst kastriert werden und dann einen Gehorsamskurs absolvieren und dann vielleicht, wenn Otto beim Anblick von fünf scharfen Hundemädels nicht mal mehr mit der Wimper zuckt (= die Mädels nicht mehr ablenkt ), dann könnten wir eventuell mitmachen...

Zitat von Langbein
Verkehrte Welt!


Jep! So kam mir das damals auch vor.

Bei uns gibt's nur noch entspanntes Wald- und Wiesen-Agility und wir nehmen, was uns unterwegs unterkommt: Baumstämme, Schotterhaufen, Bänke, Holzstöße, Strohballen, Felsen,... Ablenkung ist mir dabei sogar willkommen.

Angefügte Bilder:
IMG_3178_klein.JPG  
 
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