Fremde Hunde von Frauchen weggeifern

#1 von pacolino , 21.04.2011 10:21

Wollte mal Eure Meinung zu folgendem Problemchen hören:

Mir ist in letzter Zeit verstärkt aufgefallen, daß Paco bei Hunden, die er nicht so gut kennt oder leiden mag, keine direkte Nähe zu mir zulassen will.
Ein Beispiel: heute morgen sind wir zusammen mit Lea, einer Bordeaux-Doggen Hündin, sehr nett und zurückhaltend, gelaufen. Am Anfang hatte Paco mordsmäßig Respekt vor ihr, an der Leine hat er bisher immer schön Randale gemacht. Jetzt haben wir uns einige Male ohne Leine getroffen, und es ist wirklich langsam entspannt. So weit so gut.
Nach einer halben Stunde habe ich Lea leise gerufen, und sie schnupperte an meiner Hand (sie ist bei fremden Menschen auch eher ängstlich). Was macht Paco?
Wie ein Idiot kommt er angerast, knurrt, bellt und rempelt die Arme rüpelig von mir weg.
Ich hab deutlich "Nein" gesagt, ihn ins Sitz gerufen, und es nochmals versucht. No Chance. Sowie ich Kontakt versuche aufzunehmen, kommt er dazwischen, um es zu unterbinden. Um ihm zu zeigen, daß ich dieses Verhalten blöde finde, habe ich ihn ins Platz gebracht, kurz alle zur Ruhe kommen lassen, und dann ging es weiter.
Danach war er auch wieder normal zu Lea.
Mich nervt dieses Gehabe. Paco macht das nicht bei Hunden, die er gut kennt und mag. Da kann man sogar beide absitzen lassen und nebeneinander ein Leckerchen geben.
Es ist nicht so, daß mich das wirklich belastet, da gibt es Schlimmeres. Aber ich finde, daß ich entscheiden sollte, zu wem (egal ob Mensch oder Hund) ich Kontakt möchte. Was meint ihr?

LG Katja


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Aber frei will ich sein und ganz mein,
und was ich gebe,
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RE: Fremde Hunde von Frauchen weggeifern

#2 von Nina , 21.04.2011 10:53

Ist bei uns genauso. Ich mache es im Moment so, dass ich, wenn überhaupt, nur ganz kurz zu anderen Hunden Kontakt aufnehme (so ca. 1 Sekunde) und dann wieder meiner Wege gehe. Lotta bekommt keine Beachtung von mir, denn wenn ich mich danach ihr zuwende oder sie belohne, nimmt sie das als Bestätigung und haut sofort drauf. Aber da ich ja schon froh bin, dass sie überhaupt langsam andere Hunde tolerieren kann, ist das für uns wirklich ein Luxusproblem, dass ich wohl nie wirklich angehen werde.


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RE: Fremde Hunde von Frauchen weggeifern

#3 von Schnuffelnase , 21.04.2011 11:19

Ach weißt du Katja, wenn er es bei bekannten Hunden nicht macht, würd ich das echt als Luxusproblem betrachten. Du weißt das und kannst dich da zurück halten, die anderen mit Aufmerksamkeit zu überschütten und fertig isses :-) Klar, du könntest es trainieren... aber wenn man an so einer Baustelle angelangt ist, dann kann man sich eigentlich im Liegestuhl zurücklehnen und sich über seine vielen Erfolge freuen


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RE: Fremde Hunde von Frauchen weggeifern

#4 von pacolino , 21.04.2011 12:32

Erstmal schön, daß es andere Hunde gibt, die das auch machen Fühl ich mich nicht so allein...
Und ja, es ist auch nicht so, daß mich dieses Verhalten total fertig macht. Er macht es ja nicht allgemein so. Ist nur so, es gibt sooooo viele Hunde, die ich toll finde und die ich auch gern mal so richtig durchwuscheln würde. Aber das findet mein Dicker halt nicht so angebracht. Nervt halt ein bißel. Aber stimmt, daß das ein "Luxusproblem" ist, habe ich schon erkannt (ich kram mal schnell den Liegestuhl raus).
Und da gibt es bei uns andere Dinge, die ich intensiv trainieren würde (und auch tue).
Es geht mir darum, daß ich gerne entscheiden würde, zu wem ich Kontakt aufnehme. Klappt ja auch in den meisten Fällen, aber halt nicht immer...

LG Katja


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RE: Fremde Hunde von Frauchen weggeifern

#5 von Toni , 22.04.2011 17:03

Katja, Tobi macht das auch. Ich kann z.B. nicht in seine Gruppe reingehen. Es ist alles gut, bis sich ein anderer Hund mir nähert. Tobi schlawenzelt dann auch immer um mich drumherum....schottet mich ab.

Das erste Mal ist mir das so richtig vor ca. 3 Jahren aufgefallen. Da kam uns beim Spazierengehen ein Freilaufi entgegen. Tobi war an der Schleppe und hatte genug Spielraum.

Sie "checkten" sich ab und es schien okay, bis der fremde Hund an mir hochsprang....da war Tobi not amused. Die Halterin des anderen Hundes (es war ein Malamut) fand das noch so klasse, das Tobi mich so beschützt.

Heute ist es schon etwas besser geworden. Ich mache es auch oft so, das, wenn ich Tobi in der Schleuse habe und ich in die Gruppe reingehe, um das Geschirr aus dem Kämmerchen zu holen, ich alle Hunde streichel/schmuse, dabei aber mit Tobi Kontakt halte, mich freue und ihn lobe. Manchmal gebe ich ihm dann auch etwas zu Kauen.

Wenn es sehr übersichtlich ist in der Gruppe, es vielleicht nur ein oder zwei Hunde ausser Tobi dort sind, gehe ich auch rein, wenn Tobi drinnen ist. Dann lege ich Tobi meist ab und wende mich den anderen kurz zu. Dabei halte ich dann aber auch freudigen Kontakt mit Tobi und lobe ihn, wie toll er das jetzt macht.

Bei Tobi kommt ja auch noch dazu, das er mir auch Menschen vom Hals halten will.


Liebe Grüße,
Nicole mit Tobi und Balou

 
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zuletzt bearbeitet 22.04.2011 | Top

  

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