RE: Leinenführigkeit

#16 von Margie , 14.02.2013 14:00

Zitat
Für mich bedeutet Leinenführigkeit, dass sich der Hund im Leinenradius bewegt und diesen gerne auch vollständig ausnutzt und seine Umwelt erkundet. Neben mir laufen ist für mich "Fuß" und hat erstmal nix mit Leinenführigkeit zu tun.


Ich habe mir gestern diesen Thread noch einmal durchgelesen und muss sagen, dass diese beiden Sätzen irgendwie mein inneres Bild durcheinanderbringen. Ich muss sagen, dass ich das alles in einen Topf geworfen habe und mich schon die Stunde mit der Trainerin diesbezüglich sehr zum Nachdenken gebracht hat. Weil sie mir ja auch sagte, dass ich das auseinanderhalten soll. Sprich: "Fuß" immer an kurzer Leine bis er es evtl. auch ohne kann. Fürs spazierengehen, schnüffeln ect. gibt es die längere/lange Leine oder keine.
Also "Fuß" und kurze Leine ist klar. Dabei soll Hund auch nicht schnüffeln oder pinkeln. Ich muss aber erst mal ein ganzes Stück die Straße runter und mancher hat es sicher noch viel weiter bis er im Grünen ist. Hund hat grad stundenlang anhalten müssen. Nun ja, man könnte auch sagen, dann kommt es auf 10 min auch nicht an.

Zum Thema "Bewegung im Leinenradius". Ich dachte eben immer Leine ist Leine und Leinenführigkeit ist wenn Hund an keiner zieht. Ich vermute dass es meine Hunde nicht interessiert ob die Leine 2 oder 5 m lang ist. Denn auch an der 10 m Schlepp zieht Tom ab und an ganz schön.

Die kurze Leine haben sie recht gut mit dem "Fuß" verknüpft. Aber schon wenn ich sie verlängere ist es aus mit locker gehen. Außer man ist müde.

Also müsste ich ihnen ja eigentlich doch noch beibringen, dass jeglicher Zug auf egal welcher Länge tabu ist. Wie sieht das bei Euch aus??

Ich habe mir jedenfalls erst einmal schöne dünne, leichte 1m Leinen bestellt und eine dünne 4 m Biot. Leine für Tom, weil mir die 10 m Biothanleine täglich im Wald zu umständlich ist. (Man fühlt sich wie Rumpelstielzchen...) Ab und an ist er aber einfach besser an der Leine aufgehoben.


das von Margit mit den Tupfentieren

 
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RE: Leinenführigkeit

#17 von Nina , 14.02.2013 16:40

Wie Du schon schreibst, da ist immer auch viel schöne Theorie bei. Bei mir gibt es einen Unterschied zwischen "Leine darf ausgenutzt werden" und "bei Fuß laufen". Meine Hunde sollen an keiner Leine ziehen. Wäre aber gelogen, zu behaupten, dass das 100% ig klappt. Wolli zieht z.B. nicht nach vorne, dafür aber nach hinten.

Man kann sowas nicht generalisieren, finde ich. Wer in der Stadt lebt, muss seinen Hund schon alleine oft an der Leine haben, damit er nicht auf die Straße rennt. Da kann man nicht erwarten, dass der nur bei Fuß läuft, sobald die Leine dran ist. Mit Wolli gehe ich jetzt im Winter oft abends einfach eine Runde durch den Ort. Da bleibt dann auch die Leine dran.

"Auf's Klo" ist bei mir immer erlaubt. Wenn Lotta muss, dann muss sie und das ist in er Regel sofort nach dem losgehen. Da sag' ich nicht, kneif den Puschelpo zusammen. Wenn Wolli alle 50 cm markieren muss, OK, dann sag' ich ihm auch mal, dass jetzt reicht und er sich noch ein bißchen Pipi für später aufheben könnte. Aber Wolli hüpft dann zur Not auch auf drei Beinen hinter mir her, wenn er findet, da muss jetzt unbedingt das Wollisiegel hin.

Schnüffeln in Maßen ist auch erlaubt, bei Lotta schon deshalb, weil ich ja froh bin, wenn sie sich in Ruhe mit der Umwelt auseinander setzt anstatt mit Scheuklappen durchzulaufen. Da bleibe ich dann auch stehen, damit sie in Ruhe zuende schnüffelt und meinetwegen auch noch mal drüber markiert. Hauptsache sie schaut sich in Ruhe alles an. Sie hat sowieso eher Vorwärtsdrang, da schadet es gar nicht, wenn sie mal stehen bleibt.

Bei Wolli, der immerzu und überall schnüffelt, fordere ich dann schon eher, dass er mal zügig mitläuft und nicht alle zwei Meter stehen bleibt.

Wirklich kurze Leine (also 1 m) gibt's bei mir gar nicht mehr. Für mich persönlich ist schon 2 m für mehr als ein paar Schritte arg kurz. Meine Leinen sind alle so um die drei Meter lang, so dass auch beim bei Fuß laufen kein Zug drauf kommt, wenn einer mal die Position verliert. Mir ist wichtig, dass die beiden sich da selbst korrigieren, ohne dass sie merken "ups, Leine zu Ende", denn bei Fuß laufen sollte (nach meiner Definition) eigentlich auch ganz ohne Leine funktionieren. Lotta macht das toll, Wolli nicht ganz so toll.


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RE: Leinenführigkeit

#18 von Nina , 14.02.2013 17:17

PS: Ich glaube, man darf nicht zu dogmatisch sein, à la "Hund muss immer..." oder "Hund darf nie ..." Das ist zwar in der Theorie ganz toll, aber man hält es nicht durch. Zumindest ich nicht und ich bringe schon einiges an Konsequenz mit.

Alles was nur mit "nie" und "immer" funktioniert, ist schon dann zum Scheitern verurteilt, wenn verschiedene Leute mit dem Hund Gassi gehen, die sich nicht an das gleiche "nie" und "immer" halten. Wenn Peter mehrmals hintereinander mit der Lotta Gassi war, dann zieht sie wieder wie ein Ochse und ich kann das erstmal wieder zurück drehen.

Es gibt ein einziges "immer" bei mir und das ist, wenn ich die Leine ans Halsband hänge, dann ist wirklich nix erlaubt außer direkt neben mir herzulaufen. Das mache ich, wenn ich mit Lotta durch Menschenmengen muss, was so ... einmal im Jahr vorkommt. Würde ich das aber öfter, sprich, täglich einsetzen, wäre das sofort vermurkst, weil zumindest ich diese 100%ige Konsequenz im Alltag nicht aufbringe.


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