Umrennen

#1 von Eva , 20.07.2012 21:34

Zweite Frage:

Gustav renn beim Spielen in meine oder auch andere Beine. Völlig kopflos und auch schmerzbefreit. Wenn man nicht in den Knien ist, kann man sich schon verletzen bei 24kg Kampfgewicht.
Knie raustrecken oder beiseite treten helfen überhaupt nicht.
Er rennt aber auch in Baumstämme doer Zäune ohne mit der Wimper zu zucken.

Wer weiß Rat?


Eva

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RE: Umrennen

#2 von Langbein , 20.07.2012 21:41

Hmmm... Kaya hat das auch gemacht. Extrem unschön, da sie mich mehrmals nicht unerheblich verletzt hat (sie rannte nicht in Beine sondern sprang Rt. Gesicht). Irgendwann hats mir dann gereicht. Es gab dann mal nen sehr heftigen Bodycheck mit viel Gebrülle meinerseits (als ich merkte, dass sie wieder Anlauf nimmt, hab ich das Spiel mitgemacht und bin auch auf sie zugerannt). Seit da tut sie es BEI MIR nicht mehr.


LG
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RE: Umrennen

#3 von Istanbulgina , 21.07.2012 15:52

Man könnte auch bei bestimmten Gelegenheiten auf ihn zu gehen, die Bewegung draufzu läßt eigentlich jeden Hund ausweichen.
Zwischen Euren Beispieölen sehe ich allerdings unterschiede. Es gibt Hunde die einen als Rammbock benutzen, hat auch nix mit dem Begrüßungsanspringen zu tun und andere sind einfach trottelig oder grobmotorisch und rennen alles über den Haufen.
Ich würde es in beiden Fällen erstmal mit einem eindeutigen drauflos gehen versuchen....und selber sicher sein das Hundi ausweicht, die kleinste Unsicherheit macht ihn sicher, das DU ausweichst
Dagmar

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RE: Umrennen

#4 von Langbein , 21.07.2012 18:34

Puhu, mir lag mein letzter Beitrag ein bisschen aufm Magen. Es soll nicht so klingen, als ob ich sie grundsätzlich in solchen Formen zurechtweise. Ja, die Motivation mag bei Gustav und bei Kaya verschieden sein, das muss man natürlich in Betracht ziehen.
Kaya hat definitiv einfach "gespielt", sie mag es, andere "niederzumähen". Andere mögen das nicht, ich besonders nach ner gebrochenen Nase auch nicht mehr.
Ich glaube, das, was sie damals irritiert hat, war mein plötzliches, sehr überzeugtes "Auf-sie-zugehen" inkl. Gebrülle. WEIL sie mich sonst nie brüllen hört.

Das ein Hund grobmotorisch veranlagt ist, das gibts bestimmt. Aber ein Hund, der – weil einfach trottelig – alles über den Haufen rennt, so glaube ich, gibt es nicht (Junghunde ausgenommen und dazu zählt auch der Gustav).


LG
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RE: Umrennen

#5 von Istanbulgina , 21.07.2012 20:29

Das hab ich glaub ich schon richtig verstanden, das Du mit Deinem Hund nicht grundsätzlich so umgehst
Und mit dem "auf den Hund zugehen" und wenn nötig auch brüllen sind wir doch genau überein
Ich mag auch nicht umgemäht werden und ich mag es auch nicht als Rammbock benutzt zu werden....höffliches Verhalten und auch ausgelassenes Verhalten Spaß ...als das mag ich Nasenbeinbruch würde auch bei mir nicht dazu gehören
LG
Dagmar

Istanbulgina

RE: Umrennen

#6 von Jasper , 21.07.2012 22:52

Zitat von Eva im Beitrag #1
Gustav renn beim Spielen in meine oder auch andere Beine. Völlig kopflos und auch schmerzbefreit.


Der Jasper hat das auch gemacht. Der Tiger ist nicht nur in mich reingebrettert, sondern auch in andere Menschen, teils mit Fullspeed und richtig Anlauf auf die Leute zugebrettert und in sie reingesprungen und ebenso wie Gustav auch mal gegen Bäume usw. gerannt. Beim Tiger ist das meistens passiert, wenn ich zu spät gemerkt habe, dass er viel zu sehr gepusht war. Langsfristig geholfen hat, ihn konsequent früher aus so aufregenden Situationen zu nehmen und generell am Eregungspegel zu arbeiten. Wenn ich zu spät gemerkt habe, was los war, dann habe ich schnell die Menschen gewarnt damit sie zur Seite springen können bzw. bin selbst so gut es ging ausgewichen oder habe mich vor die Leute gestellt um Jasper abzufangen.

Gustav ist bzw. war doch eher unsicher im Umgang mit Menschen, bitte renne nicht brüllend auf ihn zu oder arbeite andersweitig aversiv mit ihm. Bei so Sachen wie Knie rausstrecken kann sich ein Hund (und auch der Mensch) ganz schön übel verletzen - das wäre nicht mein Mittel der Wahl.

Laut seine Namen rufen (nicht brüllen!), Leckerlis in den Weg werfen, ein Signal, was Gustav sehr gerne mag, geben (auch wenn er es in diesem Moment nicht ausführen kann), Spielzeug in die Laufrichtung werfen, mit einem Quitschie quietschen - alles, was evtl. Gustavs Aufmerksamkeit ganz kurz teilen kann wären Managementmöglichkeiten, die mir gerade einfallen. So hast du evtl. die Chance, wenn Gustav für einen kurzen Moment abgelenkt ist, dass er zum einen nicht in einen Menschen oder Gegenstand rennt und zum anderen kannst du ihn dann ruhig zu dir zu rufen, Belohnen und aktiv entspannen.

Und ansonsten am Erregungslevel von dem Kerl arbeiten, früher aus dem Spiel abrufen und Pause machen und ein Alternativverhalten sauber aufbauen, dass du dann in Zukunft in solchen Situationen abfragen kannst. Wenn sein Bedürfnis in dem Moment "rennen" ist, dann wäre vielleicht eine Kehrtwende ein gutes Alternativverhalten, nach der ihr zusammen in die andere Richtung rennt. Den Tiger würde ich z.B. buddeln schicken - vielleicht ist Gustav ja auch so verrückt auf eine bestimmte Sache, die du dann super ausbauen und unter Signal setzen kannst


Liebe Grüße,
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RE: Umrennen

#7 von Eva , 21.07.2012 23:18

Also, Knie raus dient in den Situationen hauptsächlich meinem Schutz, denn dabei stehen die Muskeln unter Spannung und können die Wucht abfangen.
Wenn er so ist, wenn wir alleine spielen, kann ich auch Alternativverhalten etc. abfragen oder ihn auch runterfahren, ist es allerdings im Spiel mit anderen Hunden, dann habe ich das Gefühl er nimmt seine Umgebung nicht wahr. Da reagiert er auch nicht auf Spieli, Leckerli, Kommando, sonstwas. Ist ja auch noch eine Baustelle. Inzwischen sind wir soweit, dass er mir nachläuft, wenn ich mich aus dem Spielbereich entferne.


Eva

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RE: Umrennen

#8 von Jasper , 21.07.2012 23:48

Danke für die Erklärung mit dem "Knie raus" - das hatte ich falsch verstanden. Klar, die eigene Standfestigkeit ist natürlich wichtig . Alles andere was du schreibst, liest sich richtig gut!

Wenn Gustav schon bei dem Spiel mit dir so toll Alternativverhalten zeigen kann, dann habt ihr doch schon einen riesen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Wenn er dir nachläuft, wenn du dich entfernst, dann pack da doch ein Signal drauf und belohne ich ganz toll, wenn er dir nachkommt - schon hast du ein super Alternativverhalten. Ansonsten fällt mir nur noch ein, vielleicht darauf zu achten, Gustav früher aus dem Spiel mit anderen Hunden abzurufen, also bevor er so hochgefahren ist, dass er seine Umgebung nicht mehr wahrnehmen kann. Vielleicht kannst du das ja auch mit den anderen Haltern absprechen, so dass ihr die Möglichkeit habt, den Abruf aus dem Spiel gezielt üben zu können.


Liebe Grüße,
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RE: Umrennen

#9 von Eva , 22.07.2012 00:26

Gute idee, es ist nur soo schwierig ein Spiel abzubrechen, einfach weil es abgesehen vom Umrennen viel Spaß macht ihm zuzusehen und seine Augen strahlen dann auch, das ist richtig schön.
Ich habe wohl ein latent schlechtes Gewissen, dass ich ihm das nicht immer bieten kann... Aber mir ist natürlich klar, dass je besser er hört, desto mehr Freiheit kann er bekommen.


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