Rede ich zuviel mit meinem Hund?

#1 von Catoony , 02.08.2012 13:24

Irgendwie ist mir in diesen Tagen aufgefallen, dass ich draußen (drinnen sowieso ) nahezu unentwegt mit meinem Hund quatsche. Daraufhin hab ich andere Hundehalter beobachtet und gesehen, dass sie offenbar wesentlich weniger mit ihren Tieren reden.

Kanns sein, dass ich ihm so zuviel Aufmerksamkeit gebe und ihn von seinem eigentlichen HUND sein ablenke?

Catoony

RE: Rede ich zuviel mit meinem Hund?

#2 von pacolino , 02.08.2012 19:20

Ich rede auch viel mit Paco. Wenn ich mit ihm spiele, wenn ich Hausarbeit mache, wenn er Futter bekommt, sprich in allen Lebenslagen.
Wenn ich mit ihm allerdings in Situationen komme, in denen er meine ruhige, konsequente Führung braucht, beschränke ich mich auf sachliche Signalgebung. Die braucht er, nicht wildes Durcheinander-Gerede.
Auch wenn er mit seinen besten Kumpels rumtobt, lasse ich ihn einfach mal sein Ding machen.

LG Katja


LG Katja

Aber frei will ich sein und ganz mein,
und was ich gebe,
das soll mich nicht binden.

Bettina von Arnim

 
pacolino
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RE: Rede ich zuviel mit meinem Hund?

#3 von Catoony , 06.08.2012 09:57

Hey, danke, das hat mir echt weitergeholfen!

Hier daheim quassele ich weiterhin unentwegt mit ihm, wenn er Kontakt sucht, aber draußen hab ich das weitgehendst eingestellt - und gemerkt, dass er mir wieder wesentlich besser gehorcht!

Danke für den wertvollen Hinweis.

Catoony

RE: Rede ich zuviel mit meinem Hund?

#4 von Margie , 06.08.2012 22:09

Ich rede wiederum kaum mit meinen Hunden. Ist mir letztens aufgefallen.
Aber da alles ganz gut läuft und Tom ja ohnehin nichts hören kann scheint es auch o.k. zu sein.


das von Margit mit den Tupfentieren

 
Margie
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RE: Rede ich zuviel mit meinem Hund?

#5 von tsatuk , 07.08.2012 08:15

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich die eigene Stimme "verbrauchen" kann wenn man zu viel mit dem Hund redet. Vielleicht ist es aber rassespezifisch, meine erste Bouvier Hündin hat meine Stimme als Sicherheit immer angenommen und jedem Hinweis von mir nachgegangen. Do Khyis sind anders, sie hören weniger zu und brauchen vor allem Körpersprache. Wenn ich mit ihnen rede, gewohnen sie sich an meine Stimme als Hintergrundgeräusch, da verfliessen meine Anweisungen einfach darin. Daher habe ich gelernt wenig Hintergeräusche zu machen und nur Hunde-relevante Worte zu verwenden.
Barbara

 
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RE: Rede ich zuviel mit meinem Hund?

#6 von Nina , 07.08.2012 10:06

Lotta empfindet es als beruhigend, wenn ich in stressigen Situationen immerzu das selbe vor mich hinmurmel. Vielleicht ist das für sie so was ähnliches wie ein Entspannungssignal. Jedenfalls beruhigt sie sich deutlich, wenn ich das mache. Beim Gassigehen rede ich allerdings sonst, in normalen Situationen, nicht viel mit ihr, weil ich möchte, dass sie sich mit ihrer Umgebung beschäftigt und nicht nur mit mir. Wenn ich sie da anspreche, dann will ich in der Regel auch was von ihr. Im Haus rede ich, wenn ich so drüber nachdenke, auch in erster Linie mit den Hunden, wenn ich mich auch mit ihnen beschäftige. Ich möchte ja gerne, dass sie nicht immer nur an mir kleben und darauf warten, was als nächstes passiert.


Nina mit der weltbesten Schäferlotta und Wolli dem Schlabberwocky
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„Leben ist nicht genug, sagte der Schmetterling. Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu.“

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RE: Rede ich zuviel mit meinem Hund?

#7 von Catoony , 07.08.2012 12:11

Zitat von tsatuk im Beitrag #5
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich die eigene Stimme "verbrauchen" kann wenn man zu viel mit dem Hund redet. Vielleicht ist es aber rassespezifisch, meine erste Bouvier Hündin hat meine Stimme als Sicherheit immer angenommen und jedem Hinweis von mir nachgegangen. Do Khyis sind anders, sie hören weniger zu und brauchen vor allem Körpersprache. Wenn ich mit ihnen rede, gewohnen sie sich an meine Stimme als Hintergrundgeräusch, da verfliessen meine Anweisungen einfach darin. Daher habe ich gelernt wenig Hintergeräusche zu machen und nur Hunde-relevante Worte zu verwenden.
Barbara




Das mit der Körpersprache kenne ich auch. Mein Hund hat(te) ja die Angewohnheit, Radfahrer bellend zu verfolgen.
Mittlerweile haben wir das weitgehendst im Griff, indem ich ihn dann mit "Bobby, bleib" auf mich fixiere und dabei den Zeigefinger erhebe. Lasse ich letzteres weg, reagiert er kaum bis gar nicht. Nun hab ichs mal probiert, NUR mit dem erhobenen Zeigefinger ihn zu halten - und siehe da, es klappte besser als mit der reinen verbalen Aufforderung.

Catoony

  

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