Konditionierung Abbruchssignal als Form negativer Strafe

#1 von Nicole , 13.02.2011 12:33

Konditionierung Abbruchssignal als Form negativer Strafe (nach Young und Schalke)

Ziel: Verknüpfung eines Signals mit negativer Strafe

Erster Trainingsschritt:

Durch klassische Konditionierung soll bei einem Hund ein Frustrationsgefühl mit einem Wort verknüfen.

Man nimmt Leckerlis und füttert diese einzeln aus der Hand immer in der gleichen Bewegung. Das Anfüttern wird solange durchgeführt, bis der Hund in Erwartungshaltung kommt.

Nun wieder die gleiche Bewegung, dieses Mal bleibt die Hand verschlossen und das Abbruchsignal im neutralen Tonfall gesagt.

Der Hund empfindet nun ein Frustrationsgefühl, da das erwartete Futter ausbleibt (negative Strafe) und verknüpft das Gefühl mit dem Wort.

Geht der Hund von der verschlossenen Hand zurück, da er kein Erfolg hatte, gibt man ihm aus der anderen Hand ein Leckerli und lobt ihn. Der Hund hat die Möglichkeit aus der Frustration zu kommen, wenn er ein anderes Verhalten anbietet.. In dieser Phase verläuft das Training nach dem Prinzip der instrumentellen Konditionierung (Erfolg/Misserfolg).


Die weiteren Schritte folgen.


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RE: Konditionierung Abbruchssignal als Form negativer Strafe

#2 von Nicole , 13.02.2011 12:37

Hier hab ich noch ein Video dazu gefunden:

http://www.youtube.com/watch?v=VavV8QfpCwE


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RE: Konditionierung Abbruchssignal als Form negativer Strafe

#3 von Schabernakel , 13.02.2011 14:05

Bei uns heisst das Signal "vergiss es!"

Schabernakel

RE: Konditionierung Abbruchssignal als Form negativer Strafe

#4 von Langbein , 13.02.2011 19:02

Ich habe das "Nein" mit Kaya so aufgebaut und muss sagen, dass es sehr gut funktioniert. Manchmal zu gut; Als sie sich kürzlich in was ekligem wälzen wollte, kam von mir ein unbedacht harsches NEIN. Danach hat sie sich tagelang nicht mehr getraut zu wälzen, sie wälzt sich sehr oft, ich glaube es wirkt bei ihr oft stressabbauend.

Da Kaya ab einem gewissen Erregungsgrad aber nicht mehr ansprechbar ist, hat mir eine Trainerin geraten, das Abbruchsignal "auf Frust" zu konditionieren, das wäre effektiver. Ok, daran hab ich ja auch nicht geglaubt.

Jedenfalls wäre es derselbe Aufbau bis zum aufkommenden Frustrationsgefühl. Man bietet dem Hund dann aber keine Alternative und auch keine andere Hand mit Leckerlis. Man wartet, bis der Hund meidet, lobt dann verbal und läuft weg.

Hat nicht geklappt. Kaya meidet selbst nach einer halben Stunde nicht. Sie setzt sich, bettelt nicht, aber schaut mich einfach an. Ich denke, dass hat damit zu tun, dass ich dieses Frustgefühl halt nie richtig habe aufkommen lassen und ihr immer eine Alternative geboten habe.


LG
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