Distanz beim Clickern von Hundebegnungen

#1 von Nicole , 12.03.2011 21:31

Wenn Ihr Hundebegegnungen clickert, also Blick zum Hund = C+L und irgendwann blickt Euer Hund dann garnichtmehr zum Fremdhund sondern ist nur noch auf die Leckerlis fokusiert:

- füttert ihr dann weiter?
- Veringert ihr die Distanz oder
- ist für Euch dann die Begnung mit "Erfolg" beendet?


Liebe Grüße
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RE: Distanz beim Clickern von Hundebegnungen

#2 von kishu , 12.03.2011 21:43

Hallo,

also, wenn ich an dem von dir beschriebenen Punkt angelangt bin, dann wird die Distanz verringert und dort wieder von vorne begonnen.
Ziel sollte doch sein, an anderen Hunden ohne Theater vorbei zu kommen, oder nicht?

Da man nicht immer auf genügend Distanz zwischen den Hunden hoffen kann, arbeite ich mich immer näher ran. Sogar bis es vielleicht sogar ohne Leine klappen könnte.

Lieben Gruß
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RE: Distanz beim Clickern von Hundebegnungen

#3 von Nicole , 12.03.2011 21:56

Zitat von kishu
Hallo,

also, wenn ich an dem von dir beschriebenen Punkt angelangt bin, dann wird die Distanz verringert und dort wieder von vorne begonnen.



Ich mach mal ein Beispiel, damit ich nichs falsch verstehe:

Ich bin mit Mio auf der Wiese. Ein Fremdhund kommt. Mio sieht den Hund C+L. Er dreht sich um und holt sich sein Leckerli ab. Wir laufen richtig Hund dann kommt immer im Wechsel: Blick zum Hund = C+L. Merk ich, daß sich Spannung aufbaut, dann setz ich nochmal einen Click = Mio dreht sich um C+L, ich motivier ihn zu einem Richtungswechsel vom Hund weg. Mio kommt mit= C+L . Wir gehen wieder auf den Hund zu und wieder das gleiche Spiel.

Natürlich geh ich nicht nur weg, wenn sich Spannung aufbaut. Sondern pendel auch einfach so mal.

Wenn der Hund nun realtiv Nahe ist und Mio sich nach diesem "lustigen" Spiel garnichtmehr für den Hund interessiert, sollte ich in dem Zug dann die Distanz so weit verringern, bis er wieder interessant wird (natürlich eine nur erträgliche Distanzverringung)?


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RE: Distanz beim Clickern von Hundebegnungen

#4 von kishu , 13.03.2011 07:52

Zitat von Nicole

Natürlich geh ich nicht nur weg, wenn sich Spannung aufbaut. Sondern pendel auch einfach so mal.

Wenn der Hund nun realtiv Nahe ist und Mio sich nach diesem "lustigen" Spiel garnichtmehr für den Hund interessiert, sollte ich in dem Zug dann die Distanz so weit verringern, bis er wieder interessant wird (natürlich eine nur erträgliche Distanzverringung)?




Hey,

wenn du der Meinung bist, dass Mio noch näher ran kann ohne auszuflippen....dann JA! Es soll ja immer eine erträgliche Distanz sein, genau wie du schon geschrieben hast.
Daher, ganz klar JA!

Das mit dem Pendeln ist extrem wichtig. Das machst du schon perfekt, wie ich lese!

Lieben Gruß
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RE: Distanz beim Clickern von Hundebegnungen

#5 von Schnuffelnase , 13.03.2011 16:14

Zitat von Nicole
Wenn der Hund nun realtiv Nahe ist und Mio sich nach diesem "lustigen" Spiel garnichtmehr für den Hund interessiert, sollte ich in dem Zug dann die Distanz so weit verringern, bis er wieder interessant wird (natürlich eine nur erträgliche Distanzverringung)?



Ja, solange du noch nicht an deinem Ziel angekommen bist, würde ich genau das tun. Natürlich immer auf seine Reaktion achten, er soll ja nicht die Erfahrung machen, dass es dann blöd wird, aber darauf achtest du ja. Aber oft ist es ja nur die erste Unsicherheit und man kann später bis ziemlich oder ganz nah ranclickern, stalken oder gar miteinander spazieren gehen (z.b. als wir uns mit Kertin und Eisi sowie mit Nina und Lotta getroffen hatten, konnten wir relativ bald einfach nebeneinander spazieren gehen und das war ein toller Lerneffekt).

Wenn er sich nicht mehr für den anderen interessiert, kannst du es ruhig noch ein bisschen schwerer machen, wie bei anderen Sachen ja auch- die Ablenkungsstufen beim Fuß oder so sind ja auch nicht immer statisch, sondern können sich im Rahmen eines einzigen Spazierganges verändern.


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RE: Distanz beim Clickern von Hundebegnungen

#6 von Kerstin , 13.03.2011 16:23

Kommt bei mir und Eisi ganz stark drauf an wer der ander Hund ist.......

Ist der andere Hund ein "gebuchter" Trainingspartner, dann auf jeden Fall JA.

Ist es ein "Stalkingopfer" dann halte ich ehr Abstand, mir ist dann einfach das Risko zu groß das der Andere unerwartet reagiert....der hat ja auch eine Individualdistanz.

Ich könnte mir vorstellen das du von Gandalf sprichst? In diesem Falle habt ihr euch ja abgesprochen und könnt so nahe wie möglich aneinander ran. Ich würde aber auch da immer mal die Distanz vergrößern, einfach um auch mal ohne Not beide Hunde zu entlasten, bei der Wiederannäherung auch wieder ehr pendeln. Vielleicht geht es ja beim Zweiten oder Dritten Mal noch näher.


Liebe Grüße

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RE: Distanz beim Clickern von Hundebegnungen

#7 von Nicole , 14.03.2011 21:28

Zitat von Kerstin


Ich könnte mir vorstellen das du von Gandalf sprichst?



Ne, den mein ich nicht speziell. Ich will diese Saison (von Frühjahr bis Herbst) nochmal intensiv Hundebegnungen üben. Mio ist gerade was das Erregungsniveau angeht meist auf nen guten konstanten Level mit dem sich vernüftig arbeiten lässt. Dafür halten wir beim Antijagdtraining dieses Jahr den Ball flach.

Wir haben ne tolle große Wiese gleich am Anfang der Gassistrecke. Die nutze ich öfter für Übungen, da dort fast alle Hunde vorbeikommen und ich wirklich ewig Platz habe. Ich kann ganz weit weg aber auch nah ran. Und da es nun bei schönen Wetter oft genug Trainingsopfer gibt, kann ich mir die teilweise raussuchen.


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RE: Distanz beim Clickern von Hundebegnungen

#8 von Kerstin , 14.03.2011 21:34

Dann würde ich mir Hund und Halter genau anschaunen und von Fall zu Fall unerscheiden wie weit ich mich hin trauen würde.

Dein Plan klingt sehr gut , mir fehlt da immer etwas der Mut ....


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RE: Distanz beim Clickern von Hundebegnungen

#9 von Nicole , 14.03.2011 21:40

Zitat von Kerstin
mir fehlt da immer etwas der Mut ....



Ich hab da wirklich soooooo viel Fläche (wenn ganz nach hinten gehe, dann gehts etwas runter, so daß der Hund komplett aus dem Sichtfeld verschwunden ist), da würdest Du sicher auch üben. Nur wenn Sommer, da gehts halt dann nichtmehr so einfach, sonst schimpft mich der Bauer. Daher muß ich jetzt die Wiese nützen.


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RE: Distanz beim Clickern von Hundebegnungen

#10 von Kerstin , 14.03.2011 21:42

Wiesen hab ich hier genug....nur sind leider die meisten Hunde ohne Leine....da trau ich mich einfach nicht nah ran. Da bleib ich an meiner Saale und halte Abstand. Ich weiß, ich bin ein oller Feigling.


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RE: Distanz beim Clickern von Hundebegnungen

#11 von Nicole , 14.03.2011 21:48

Zitat von Kerstin
Wiesen hab ich hier genug....nur sind leider die meisten Hunde ohne Leine....da trau ich mich einfach nicht nah ran.



Ok, bei uns ist das anders. Es sind immer die gleichen Hundehalter, die kennen Mio und mich mitterweile. Ich glaube keiner würde seinen Hund einfach so zu Mio rennen lassen.

Zitat von Kerstin
Ich weiß, ich bin ein oller Feigling.



Ach Quatsch.


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RE: Distanz beim Clickern von Hundebegnungen

#12 von Schnuffelnase , 14.03.2011 22:30

Zitat von Nicole
Wir haben ne tolle große Wiese gleich am Anfang der Gassistrecke. Die nutze ich öfter für Übungen, da dort fast alle Hunde vorbeikommen und ich wirklich ewig Platz habe. Ich kann ganz weit weg aber auch nah ran. Und da es nun bei schönen Wetter oft genug Trainingsopfer gibt, kann ich mir die teilweise raussuchen.



Kannste diese Wiese bitte mal klonen und mir her schicken? Inclusive der vernünftigen Hundehalter, die ihre Hunde dann ja anscheinend bei sich halten? Das ist ja eine traumhafte Trainingssituation. Also dann... nur zu. Ruhig ran, sofern es für Mio und natürlich auch für die anderen okay ist.


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RE: Distanz beim Clickern von Hundebegnungen

#13 von Braunbär , 26.03.2011 18:45

Zitat von Nicole
Wenn Ihr Hundebegegnungen clickert, also Blick zum Hund = C+L und irgendwann blickt Euer Hund dann garnichtmehr zum Fremdhund sondern ist nur noch auf die Leckerlis fokusiert:

- füttert ihr dann weiter?
- Veringert ihr die Distanz oder
- ist für Euch dann die Begnung mit "Erfolg" beendet?




Das Futter ist ja meist nicht der optimale Verstärker in einer Begegnung, sondern eher für die besser Stimmung. Daher würde ich abwägen, je nachdem was der eigene Hund für eine Motivation hat. Flippt er aus, weil er den anderen vertreiben will oder flippt er aus, weil er hin will und nicht kann wg. der Leine...

ICH trainiere so, dass ich den C + L nur einsetze als Einstieg und im zweiten Schritt Alternativen abfrage. D.h. einen Trick abfrage oder auch ein Sitz oder Platz oder oder oder oder...

Das Ziel von Zeigen und Benennen ist ja, dass der Hund eine Alternative VON SICH aus irgendwann ausführt. Sprich, der Click for Blick ist nur der Einstieg und dann folgt der Aufbau von Alternativverhalten, sodass der Hund irgendwann die Verhaltenskette lernt und das Alternativverhalten wie z.b. Sitz ausführt bei Sichtung eines Hundes. ... was das Alternativverhalten ist, sollte individuell angepasst werden.

Bei uns ist es das sitzen, da ein Hund, der sitzt, sich vom Körperschwerpunkt zurücknimmt und das schon mal das Gegenteil ist als nach vorne zu preschen.

Wenn er sitzt, kann es gut sein, dass ich ihn dann weiterführe und je nach Erregung laufen wir ohne Hilfe vorbei und wenn er aufgeregter ist, dann mit der Hand als Führtarget (natürlich OHNE Leckerli in der Hand!!!).

Braunbär
zuletzt bearbeitet 26.03.2011 18:46 | Top

RE: Distanz beim Clickern von Hundebegnungen

#14 von Istanbulgina , 17.07.2012 07:00

Toll wie weit ihr damit schon seit. Gina und ich stehen da noch am Anfang. Wenn wir einen Border treffen, sind wir wieder 10 Schritte zurück. Gina ist ja sehr visuell und die "glotzen" ja immer so ....so sieht sie das Tiefergelegt und dann glotzen, da bekomme ich noch keine Ruhe in der Begegnung. Und manchmal erwische ich mich auch, wie ich nach der Arbeit eher ruhige Plätchen suche um zu laufen aber wir arbeiten dran.
LG
Dagmar

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RE: Distanz beim Clickern von Hundebegnungen

#15 von Nina , 17.07.2012 09:06

Zitat von Istanbulgina im Beitrag #14
. Und manchmal erwische ich mich auch, wie ich nach der Arbeit eher ruhige Plätchen suche um zu laufen aber wir arbeiten dran.



Ich glaube, das ist gar nicht schlecht. WIr haben/hatten auch riesige Probleme mit Hundebegegnungen. Irgendwann habe ich beschlossen, dass mir das jetzt total egal ist und wir einfach nur noch in absolut ruhigen Gegenden Gassi gehen und das ganze Training ad acta legen. Stattdessen habe ich mich auf das konzentriert, was ich eigentlich viel lieber mit Lotta machen, fährten, trailen, Dummyarbeit.

Seitdem ging es steil bergauf, weil einfach der Stress "das soll jetzt klappen" aus der ganzen Sache raus war. Wenn ich jetzt Hunde treffe, dann mache ich das ganze einfach nach Gefühl. Bin ich gut drauf und optimistisch und habe ich das Gefühl, Lotta ist es auch, dann gehen wir nah dran vorbei. Und wenn ich schon denke "oh jeh, ein Hund", dann wird der Bogen halt deutlich größer.

Ich denke inzwischen, egal was man trainiert (of Hundebegegnungen oder Fährtenausbildung oder was auch immer), man sollte es nur dann machen, wenn man wirklich Lust dazu hat. Dann zuppt es meist von alleine während man, wenn man trainiert, weil man findet, man müsste doch eigentlich, oft mehr kaputt macht als dass man voran kommt.


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