Mal was für ein Pferd

#1 von tsatuk , 11.01.2012 13:43

Ich habe endlich etwas gefunden, was ich für meine Pferde kaufen würde - ein Fairpull
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Kennt das jemand? Was denkt ihr über diese Seite:
Link1
Danke im Voraus für eure Meinungen!
Barbara

 
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RE: Mal was für ein Pferd

#2 von Schnuffelnase , 11.01.2012 13:54

Klingt spannend, warte mit dir auf Antworten.


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RE: Mal was für ein Pferd

#3 von tsatuk , 11.01.2012 18:42

Pferdebesitzer! Ist da jemand, der sich auskennt und kommentieren kann???
Barbara

 
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RE: Mal was für ein Pferd

#4 von FrauBine , 11.01.2012 19:06

Erst morgen Abend, ist mir vom Handy aus zu aufwendig... Kann aber schon sagen, dass ich beide links eher skeptisch sehe.


Liebe Grüße,
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bekommen, sondern das, was wir dadurch werden.
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RE: Mal was für ein Pferd

#5 von Frau_von_Bödefeld , 11.01.2012 19:16

Zitat von tsatuk
Pferdebesitzer! Ist da jemand, der sich auskennt und kommentieren kann???
Barbara


Hab zwar Pferde, aber keine Ahnung (mehr) Daher halte ich lieber die Klappe


LG

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RE: Mal was für ein Pferd

#6 von tsatuk , 11.01.2012 20:51

Zitat von FrauBine
Erst morgen Abend, ist mir vom Handy aus zu aufwendig... Kann aber schon sagen, dass ich beide links eher skeptisch sehe.


Gut, dass ich gefragt habe
Barbara

 
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RE: Mal was für ein Pferd

#7 von Nicole , 11.01.2012 23:44

Naja, mich stören immer diese Aussagen wie gewalt- und schmerzfrei.

So ein Teil hat wie alles andere auch eine Einwirkung. Die Einwirkung bei dem Reithalfter liegt auf dem Nasenrücken und im Genick. Wer mal nen leichten Schlag auf die Nase bekommen hat, weiß wie das schmerzt (mir ist Mio erst heute wieder gegen die Nase gesprungen, autsch). Natürlich ist es möglich, das Pferd damit gewaltfrei zu reiten, sowie mit nem Gebiss und mit nem Hackaomore (gebisslose Zäumung). Aber man kann auch mit ALLEM Schmerzen zufügen.

Reiten ist eh ein schwieriges Thema, denn es reicht nicht aus, daß das Pferd gewaltfrei geritten wird, sondern das Pferd muss auch so laufen, daß es für seiner Gesundheit nicht schadet. Denn meist sind die Pferde nach ein paar Jahren durch falsches Reiten kaputt.

Was ich damit sagen will ist, daß weniger nicht immer bessser ist. Einem Pferd, daß mit dem Reithalfter geritten wird und nur auf der Vorhand latscht, den Kopf hochreisst und den Rücken druchdrückt, hat man damit keinen Gefallen getan sondern bereitet ihm auch Schmerzen durch verspannte Muskulatur, Sehnenschäden ....

Das man ein Pferd nur mit einem Reithalfter sauber reiten kann, gehört viel viel Arbeit dazu. Sonst geht das ganze nach hinten los.

Und was bei aller Liebe zum Pferd niemals vergessen werden darf ist die Sicherheit. So wie ich bei einem Hund eine Ausrüstung brauch, damit der Hund micht nicht über die Straße vors Auto ziehen kann, so brauch ich dies auch fürs Pferd. Wenn ich mit dem Pferd raus gehe, brauch ich die Möglichkeit ne gewisse Kontrolle ausüben zu können. Denn mit Fluchttieren kommt man öfter mal in ne Situation, die gefährlich werden könnte.

So sehr ich Pferde liebe, bin ich mitterweile am Zweifeln, ob sie wirklich in Menschenhand gehören. Die wenigsten werden geliebt weil sie Pferde sind sondern weil man sie reiten kann. Und das ist der Grund warum Pferde leiden müssen. Nicht wegen der Ausrüstung.


Liebe Grüße
Nicole mit dem bezaubernden Mio


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RE: Mal was für ein Pferd

#8 von tsatuk , 12.01.2012 08:02

Ich verstehe.
Es gibt aber ein paar Sachen, die du wissen solltest.
1. Meine Pferde waren noch nie geritten und - wenn es nach mir geht - werden nie geritten werden.
2. Beide Pferde sind jung, Raszyn wird 3 im Februar und Joker ist 3 Jahre alt. Keiner der beiden wurde "abgerichtet" oder so. Raszyn kennt Klicker, Joker noch nicht.
3. Ich brauche Ausrüstung um Bodenarbeit anzufangen und ich kenne mich überhaut nicht aus.
4. In Zukunft möchte ich erreichen, dass mir die Pferde helfen schwere Gegenstände zu verschieben und Ähnliches.
Zwischendurch will ich nicht, dass sie sich langweilen, deswegen werde ich versuchen etwas zu trainieren. Am Anfang wahrscheinlich mehr um Spass zu haben und anzubieten. Ob es mir gelingt ist eine andere Frage.

So, das ist Hintergrund. Eignet sich so ein "Fairpull" für meine Zwecke besser als andere Modelle? Würde gerne auf Gebiss verzichten...
Barbara

 
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RE: Mal was für ein Pferd

#9 von FrauBine , 12.01.2012 21:31

Barbara, wenn das Halfter nicht zum Reiten genutzt werden soll, könnte ich mir schon vorstellen, dass du damit klar kommst. Skeptisch sehe ich die beiden Seiten dennoch, dazu schreib ich später noch was.

Ich glaube aber auf alle Fälle, dass du kein Gebiss benötigst für das, was du mit den Pferden vorhast. Ich bin generell durchaus ein Freund von gebisslosen Zäumungen und denke grundsätzlich auch, dass man auch beim Reiten komplett auf Gebisse verzichten kann, jedenfalls, wenn man nicht gerade einen Dressur-Grand Prix reiten will. ;-)

Ich muss nur erstmal überhaupt meine Gedanken sammeln und ein bisschen runterkommen, bin grad heimgekommen und hab irgendwie im Moment nur Watte im Kopf.

Bis später...


Liebe Grüße,
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RE: Mal was für ein Pferd

#10 von Nicole , 12.01.2012 22:13

Mit dem Fairpull hab ich leider keine Erfahrungswerte, sorry. Müsste dafür mal eins in die Finger bekommen, aber für solche Sachen nehm ich das normale Stallhalfter. Hün ist aber auch schon wesentlich älter und ziemlich unerschrocken.

Wenn Du möchtest, daß die Pferde Gegenstände ziehen, dann macht man das i.d.R. mit dem langen Zügel. Langer Zügel hab ich mit Hün auch gemacht und wir haben das mit nem ganz normalen Stallhalfter gemacht. Allerdings ist Hün auch abgeklärt durch ne Doppellonge. Kennst Du Dich damit ein bisschen aus? Pferde sind da extrem unterschiedlich und man muss immer ein bisschen schaun, was dem Pferd auch passt.


Liebe Grüße
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RE: Mal was für ein Pferd

#11 von FrauBine , 15.01.2012 21:26

Sorry, jetzt hat es doch länger gedauert.... ich und die Zeit, wir werden nie Freunde werden.

Aaaaaaaalso.

Prinzipiell denke ich, wie gesagt, für deine Zwecke könntest du mit dem "Fairpull" schon klarkommen.

Was mich echt dran stört, ist, dass hier im Grunde was als große Neuerung angepriesen wird, was keine ist. Das Prinzip ist dasselbe wie beim Sidepull, nur dass die Wirkung viel schwammiger sein dürfte und eigentlich kein großer Unterschied besteht zu einem stinknormalen, nicht zu locker verschnallten Stallhalfter, es ist durch die Extraringe nur einfacher, Zügel einzuschnallen. Und dafür wiederum finde ich es nicht grad billig.

Ich würde mein Pferd mit so nem Ding nicht reiten wollen. Denn Tierfreundlichkeit hin oder her - damit hat man quasi null Einwirkung, und ein Pferd hat nun mal unglaubliche Kräfte und ist und bleibt ein Fluchttier, das auch ganz schnell riesige Schäden anrichten kann, wenn man es in brenzligen Situationen nicht steuern kann. In solchen Situationen möchte ich - wenn ich mich ausserhalb eines eingezäunten Geländes bewege - eine Zäumung, mit der ich mich zumindest in Erinnerung rufen kann. Es gibt aber natürlich Pferde, die deutlich weniger temperamentvoll sind als meines, null schreckhaft und eher gemütlich - für die mag so ein Fairpull durchaus ok sein, aber es ist eben keineswegs eine bahnbrechende Neuerung, denn mit diesen supercoolen Pferden könnte man genauso problemlos mit einem gut sitzenden Stallhalfter ins Gelände gehen.

Ich reite übrigens auch mein temperamentvolles Feuerstühlchen viel gebisslos, entweder mit Sidepull oder mit Bitless Bridle, weil sie im Winter kein kaltes Gebiss ins Maul nehmen mag. Auch da muss man aber wieder sagen: gebisslos ist nicht gleich gebisslos. Es gibt gebisslose Zäumungen, die deutlich schärfer wirken als eine einfache Wassertrense. Ich kenne Reiter, die allen Ernstes ihr Pferd mit mechanischer Hackamore mit langen Anzügen reiten und sich wahnsinnig pferdefreundlich dabei vorkommen, ist ja gebisslos. Dass sie ihrem Pferd mit einem scharfen Ruck am Zügel mit so einer Zäumung das Nasenbein brechen können, ist ihnen vermutlich wirklich nicht klar.

Letztlich ist es halt doch immer so: nicht die Zäumung entscheidet über die Pferdefreundlichkeit, sondern die Hand des Reiters....

Was die "Faires Reiten"-Seite angeht: ist sicher wirklich gut gemeint und der Grundgedanke ist auch ok, viel zu wenige Leute machen sich Gedanken über einen fairen Umgang mit Pferden (wobei da für mich nicht nur das Reiten, sondern auch Haltung etc. eine große Rolle spielen). Mir persönlich fällt da einfach ein paarmal zu oft der Name Fred Rai, was für mich bedeutet, dass der Seitenbetreiber nicht wirklich viel Ahnung haben kann, weder vom pferdeschonenden Reiten noch von Fairness gegenüber Pferden.

Da wir uns hier im öffentlichen Bereich befinden, schick ich dir den Rest vielleicht doch lieber per PN. ;-)


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RE: Mal was für ein Pferd

#12 von tsatuk , 15.01.2012 23:53

Danke euch beiden
Wie man es merkt bin ich ein totaler Neuling in Sachen Pferd. Ich habe tausende Bilder mit unterschiedlichen Zäumungen angesehen und nichts gefunden, was mir halbwegs brauchbar vorgekommen war. Sidepull wäre noch eventuell eine Option, aber wenn ich mit Stallhalfter zu Recht kommen kann, wird es wohl reichen. Bis jetzt habe ich mit meinen Pferden wie mit Hunden gearbeitet - sprich, zuerst ohne Leine, nur mit Motivation. Mal sehen, wie weit ich damit komme.
Druckt mir die Daumen...
Barbara

 
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RE: Mal was für ein Pferd

#13 von Eva , 16.01.2012 00:26

Wie wäre es denn mit einer Wanderreittrense? Die funktioniert im Prinzip so ähnlich, man kann ein Gebiss einschnallen, wenn man möchte, es aber auch als Halfter oder Sidepull benutzen. Gibt es inzwischen auch viel aus Biothane, so dass es wetterfest ist und ewig hält.


Eva

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RE: Mal was für ein Pferd

#14 von tsatuk , 16.01.2012 00:36

Auf Biothane müssen meine zwei noch ein Weilchen warten, die Köpfe wachsen noch . Sonst lande ich mit ewig zu kleinem, aber auch ewig haltendem Kopfhalfter!
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RE: Mal was für ein Pferd

#15 von Firle , 16.01.2012 15:24

Ich setze mich mal zu euch und lese still mit.

Hab ein Pferd, bin aber kein Reiter. Will auch nie einer werden.

Wir clickern, schmuseln und er hilft mir Geld fortzuschaffen *seufz*

Daher bin ich immer froh, wenn ich auf ähnlich denkende Menschen treffe. Also, ich hab euch im Auge


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