RE: BARF

#91 von Uli66 , 18.03.2013 15:54

Ich hab mir mit großem Interesse diesen Thread jetzt durchgelesen und mich unheimlich gefreut, dass sich das barfen immer mehr durchsetzt. Ich habe früher auch trocken gefüttert - das Ergebnis war nicht berauschend. Stupfes Fell, Blähungern, Juckreiz, riesengroße, stinkende Haufen . Dann habe ich zusammen mit meiner Freundin und Tierärztin ein Barf-Seminar von Swanie Simon gesucht und habe dann mal teil gebarft. Zuerst habe ich mir auch den wahnsinns Stress gemacht und mit Tabellen und Waage rumhantiert. Aber durch die vielen Tipps meiner Tierarztfreundin habe ich dann kapiert, dass ich bei barf nichts falsch machen kann. Im Fleisch und Innereien sind sämtliche Vitamine und Mineralstoffe drinnen, die ein Hund braucht. Ich gebe kein Getreide (welcher Hund holt sich freiwillig Getreide vom Feld) nur püriertes Gemüse zum Fleisch.
Bitte auch mit dem Öl aufpassen. Ich habe auch immer Öl zum Fleisch gegeben, bis mir ein Hunde-Augen-Spezialist davon dringend abgeraten hat. Er sagte mir, dass Hunde pflanzliche Öle nicht verwerten können und sich das Öl in der Bindehaut absetzt und dass viele Probleme mit den Augen bringt. Öl ist ja nichts anderes als flüssiges Fett und Fett ist ja im Fleisch schon drinnen. Also habe ich meinen Hund praktisch täglich von innen her "eingeölt" und er konnte es nicht verwerten. Ab und zu mal Lachsöl ist ok, aber auch da gebe ich lieber rohen Fisch.

Jedenfalls haben unsere drei Ladies super weiches, glänzendes Fell, sie können ohne Probleme auch mal 40 km am Stück in den Bergen gehen und der Output ist wenig und stinkt nicht so arg.

Uli66
zuletzt bearbeitet 18.03.2013 15:54 | Top

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#92 von tinca1 , 18.03.2013 16:35

Zitat von Uli66 im Beitrag #91
Bitte auch mit dem Öl aufpassen. Ich habe auch immer Öl zum Fleisch gegeben, bis mir ein Hunde-Augen-Spezialist davon dringend abgeraten hat. Er sagte mir, dass Hunde pflanzliche Öle nicht verwerten können und sich das Öl in der Bindehaut absetzt und dass viele Probleme mit den Augen bringt.

Das ist ja interessant. Hast Du irgendwelche Quellen dazu? Ich würde das gerne mal nachlesen, habe davon nämlich noch nie was gehört...


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#93 von Nina , 18.03.2013 16:40

Zitat von Uli66 im Beitrag #91
Ich gebe kein Getreide (welcher Hund holt sich freiwillig Getreide vom Feld)


Meiner. Der sammelt auch im Winter das Vogelfutter vom Boden auf. Körner aller Art findet er klasse.


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#94 von Fino , 18.03.2013 18:40

Zitat von tinca1 im Beitrag #92
Zitat von Uli66 im Beitrag #91
Bitte auch mit dem Öl aufpassen. Ich habe auch immer Öl zum Fleisch gegeben, bis mir ein Hunde-Augen-Spezialist davon dringend abgeraten hat. Er sagte mir, dass Hunde pflanzliche Öle nicht verwerten können und sich das Öl in der Bindehaut absetzt und dass viele Probleme mit den Augen bringt.

Das ist ja interessant. Hast Du irgendwelche Quellen dazu? Ich würde das gerne mal nachlesen, habe davon nämlich noch nie was gehört...


Klingt, ehrlich gesagt, etwas abenteuerlich: Öl setzt sich in der Bindehaut ab ? Ich kenne ja viele Hunde, die mit Essensresten ernährt werden (in der Regel mit Olivenöl) und meine bekommen immer wieder mal Öl zum Trockenfutter (auf Anraten meiner TÄ übrigens) - bisher konnte ich noch keine Schäden feststellen.
Kommt vielleicht auch auf die Menge an?


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#95 von Uli66 , 18.03.2013 22:13

Ich müsste mich bei meiner TÄ erkundigen wo es da was zum Nachlesen gibt. Ich habe davon erfahren als ich zufällig bei meiner Freundin bei einer Art "Ärztekränzchen" dabei war. Die machen das einmal im Monat um sich auszutauschen. Und einer davon ist so ein Augenspezialist und der hat mir das dann gesagt. Ich glaube er hat von Fett-Bindehaut gesprochen. Er sagte auch, dass er den Besitzern von Hunden mit Augenproblemen (rote Augen oder rote Bindehaut, tränende Augen.....) rät einfach mal das Öl wegzulasen und gut ist es. Er war es auch, der mir gesagt hat, dass gebarfte Hunde kein Öl brauchen, vor allem kein pflanzliches (kriegen die in der Natur ja auch nicht), da das ja im Fleisch schon enthalten ist und alles zusätzliche Öl wäre zuviel.
Aber ich schau mal ob ich was zum Nachlesen krieg.

Uli66

RE: BARF

#96 von Uli66 , 18.03.2013 22:33

Hab schon was. Allerdings hab ichs falsch geschrieben nicht Bindehaut sondern Hornhaut:

Die Hornhautdystrophie
Wie ist die Hornhaut aufgebaut?

Die Hornhaut wird auch als Fenster des Auges bezeichnet. Sie stellt die vordere, kuppelartige Begrenzung des Augapfels dar. Sie ist wesentlich an der Brechung der Lichtstrahlen und somit am Sehvorgang beteiligt. Die gesunde durchsichtige Hornhaut hat eine glatte und durch den Tränenfilm stets feuchte Oberfläche. Beim Hund ist die Hornhaut zwischen 0,6 und 0,8 mm dick und setzt sich aus vier Schichten zusammen. Die Ernährung der gefäßlosen Hornhaut erfolgt über das innere Auge und über den Tränenfilm. Die Hornhaut ist reich an Nervenfasern, daher kommt es bei Entzündungen oder Verletzungen zu Schmerzreaktionen in Form von Tränen und Zukneifen des betroffenen Auges.
Was ist eine Hornhautdystrophie?

Bei diesem Krankheitsbild handelt es sich um meist beidseitig, seltener auch einseitig auftretende Ablagerungen von Stoffwechselprodukten in den oberen und/oder den tiefen Hornhautschichten. Sie stellen sich für den Besitzer als punktförmige bis zu ringartige weiß glänzende Trübungen dar. Meist befinden sich die Trübungen der Mitte der Hornhaut. Die gesunde Hornhautoberfläche ist glatt, glänzend und feucht beschaffen. In der Regel führt diese Art der Hornhauttrübung weder zu Schmerzen oder zu Entzündungen. In seltenen, stark ausgeprägten Fällen können Seheinschränkungen auftreten.
Was sind mögliche Ursachen?

Die Dystrophie der Hornhaut ist die Folge einer Stoffwechselstörung hinsichtlich des Fett-, seltener auch des Kalziumstoffwechsels. Hierbei kann es sich um eine rein lokale, also nur auf die Hornhaut beschränkte Störung handeln. In einigen Fällen besteht auch eine generelle Stoffwechselimbalance des Tieres, welche durch erhöhte Blutwerte (z.B. Cholesterin, Triglyceride, Kalzium) nachgewiesen werden kann. In vielen Fällen besteht ein direkter Zusammenhang mit der Fütterungsart der betroffenen Tiere. Eine Öl- oder fettreiche Fütterung, vermehrte Fütterung von Pansen und Frischfleisch, sowie Futter mit sehr hohem Energiegehalt können bei Hunden mit einer so genannten Fettintoleranz zum Bild der Hornhautdystrophie führen. Es lagern sich dann überschüssige Cholesterol-und/oder Triglyceridkristalle in der Hornhaut ab, welche den glitzernden Charakter der Trübung bedingen.

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RE: BARF

#97 von Nina , 19.03.2013 05:44

Danke. Das ist interessant. Es scheint sich aber eher um Hunde mit einer Stoffwechselstörung zu handeln. Es wird ja auch Pansen und frisches Fleisch als Auslöser genannt. Aber gut zu wissen, dass es solche Krankheitsbilder gibt. Das ist immer was, was man gut im Hinterkopf behalten kann.


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#98 von Uli66 , 19.03.2013 08:07

Da hast du wahrscheinlich recht, Hunde die Probleme haben Pansen und Co. zu verwerten könnten eine Stoffwechselstörung haben. Bei Hunden die keine Stoffwechselstörung haben kann es durch ein zuviel an Öl sein. Wir Besitzer meinen es ja gut, aber wenn man sich das so anschaut wie sich die Wölfe ernähren. Die haben ja auch keine Ölflasche hinterm Baum stehen. Die fressen in erster Linie die Innereien und den Fettanteil der Beute und erst zum Schluss das Muskelfleisch.

Uli66

RE: BARF

#99 von Nina , 19.03.2013 11:14

Ich denke, am Ende ist es immer eine Frage der Weltanschauung.


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#100 von Fino , 19.03.2013 12:39

Zitat von Uli66 im Beitrag #98
Wir Besitzer meinen es ja gut, aber wenn man sich das so anschaut wie sich die Wölfe ernähren. Die haben ja auch keine Ölflasche hinterm Baum stehen. Die fressen in erster Linie die Innereien und den Fettanteil der Beute und erst zum Schluss das Muskelfleisch.


Entschuldige, mit dem kleine Unterschied: Wir haben keine Wölfe. Wir haben Hunde und die wurden seit zig tausend von Jahren domestiziert - in jeder Beziehung, auch was die Ernährung betrifft (so sehe ich das jedenfalls). Ich behaupte mal, dass während dieser ganz Entwicklung die Hunde vermutlich viel weniger Fleisch zu fressen bekamen als heutzutage. Schliesslich war Fleisch schon immer wertvoll (früher sogar noch mehr als mittlerweile bei dieser Massenproduktion). Und wieso soll sich diese Tatsache nicht auch in der Entwicklung niedergeschlagen haben? Für mich zumindest logisch.

Wenn ich kurz den Dr. Udo Ganslosser zitieren darf:

...

- seit es unsere Hunde gibt (15 -25.000 Jahre) sind diese als „die Allesfresser“ bekannt!
- nach der neusten biologischen Erkenntnissen, benötigen unsere Hunde weit aus nicht so
viel Eiweiß in ihrer Nahrung, als es in der heutigen Ernährungsliteratur propagiert wird
- trotzdem ist der Bedarf an tierischen Nahrungsanteil unumstritten gegeben


...

Wers noch nicht kennt und wens interessiert: Im Anhang eine Zusammenfassung seines Vortrages zum Thema Ernährung und Verhalten. M.E. sehr interessant, aufschlussreich und nachvollziehbar. (Auch das Thema "Fette" wird natürlich behandelt.)

Aber im Endeffekt muss natürlich jeder selber entscheiden, welchen Studien er Glauben schenkt (bzw. was für ihn am besten nachvollziehbar ist) und was er für seinen Hund für richtig hält.


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Dateianlage:
Ganslosser-Ernährung.pdf
 
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RE: BARF

#101 von Uli66 , 19.03.2013 12:53

Da hast du recht, keine Frage, wir haben domestizierte Hunde, die sicher heutzutage andere Sachen vertragen als früher, eventuell vertragen sie sogar mehr als früher weil sie sich im Laufe der Jahrhunderte darauf eingestellt haben. Aber schau mal deinen Hunden zu wenn sie fressen. Was fressen die als erstes wenn du ihnen z.b. ein ganzes Lamm hinlegst? Das Muskelfleisch oder die Innereien. Ich denke da ist nicht viel Unterschied zu Wölfen, oder?

Uli66

RE: BARF

#102 von Fino , 19.03.2013 13:07

huhu Uli,

Du, ich bin echt keine Expertin auf dem Gebiet. Ich würde mal vermuten, der Hund frisst zuerst das, was ihm am besten schmeckt.
Wenn Du mir, sagen wir mal, einen Teller Rohkost und daneben eine Schale Kartoffelchips hinstellen würdest, würde ich defintiv die Chips auswählen - und das obwohl ich sogar weiss (im Gegensatz zu unseren Hunden, behaupte ich mal), dass es umgekehrt besser wäre.

Darf ich noch eine neugierige Frage stellen: Wie deckst Du den Tryptophanbedarf Deiner Hunde? Wenn ich Dich jetzt richtig verstehe, bist Du neben dem Getreide auch kein Fan von Innereien (beides reich an T.)?

Übrigens: Wenn ich meinen Hunden eine Schüssel Frolic und daneben einen rohen Lammschlegel hinlegen würde - ich wäre mir nicht sicher, was zuerst gefressen wird . Vielleicht probiere ich es mal aus .


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RE: BARF

#103 von Langbein , 19.03.2013 13:09

Zitat von Uli66 im Beitrag #101
Was fressen die als erstes wenn du ihnen z.b. ein ganzes Lamm hinlegst? Das Muskelfleisch oder die Innereien. Ich denke da ist nicht viel Unterschied zu Wölfen, oder?


Hmm, ich kann beim Thema nicht wirklich mitreden, aber mein Hund verschmäht Innereien total... Und ich habs echt mit diversen Zubereitungsarten probiert. Gewaschen und gebraten gehts, aber wenn ich das mit Gemüse mischen würde, würde sie erst das Gemüse fressen.

Edit: @Fino: Bei uns wärens definitiv die Frolics (aber wohl auch nur wegem Geschmacksverstärker) und wenn sie könnte, würde sie auch eher Chips wählen, sie ist da wohl weniger auf ihre Gesundheit bedacht...

Wie das aussehen würde, wenn sie wild leben würde? Keine Ahnung, vielleicht wärs dann anders.


LG
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RE: BARF

#104 von Nina , 19.03.2013 14:14

Ich glaube, es gibt kein anderes Thema, das so heiß in Hundeforen diskutiert wird, wie Ernährung.

Im Ernst, ich glaube, da gibt es kein ultimatives richtig und falsch. Mein Wolli hat sich vermutlich sein Leben lang von Müll ernährt und müsste eigentlich schon allein davon tot umfallen. Seine Lieblingsspeisen sind: Pommes frites, Kartoffelchips und Brot. Also das, was er vermutlich aus Mülleimern geklaubt hat. Daher ist es immer sehr schwierig, von einzelnen (eigenen) Hunden auf die Gesamtpopulation zu schließen.

Ich würde aber mal noch eine andere Kleinigkeit in Betracht ziehen: den Energiegehalt der Nahrung.

Wölfe müssen sich den Bauch mit fetthaltigem Zeugs vollschlagen, wenn es denn mal vorhanden ist, weil sie sonst schlicht und ergreifend verhungern. Deshalb ist Leber bei vielen Fleischfressern so unglaublich beliebt. Außerdem kann man sich Innereien schnell reinziehen, auf sehnigem Fleisch muss man lange kauen. Wenn man mit anderen Rudelmitgliedern gemeinsam am erlegten Wild herumrupft, macht es Sinn, sich erstmal das reinzuschlagen, was man sofort runterwürgen kann. An dem Rest kann man dann später noch rumkauen.

Unsere Hunde kämpfen dagegen eher mit überflüssigen Pfunden. Das ist genauso, als wenn man die Ernährung eines Landarbeiters aus dem siebzehnten Jahrhunderts auf einen Schreibtischtäter von heute übertragen würde. Der konnte sich seine tägliche Portion Speck reinziehen (wenn er sie denn bekam), er hat's auch wieder abgearbeitet und im Winter war Essen kanpp. Bei uns sieht es heute anders aus.

Übrigens habe ich diese Fettunverträglichkeit jetzt mal ausgiebig gegoogelt. Mir scheint das eine Stoffwechselstörung zu sein, die wohl auch per Labortest nachgewiesen werden kann und teilweise auch erblich ist. Für solche Hunde sollte man, denke ich, dann allgemein auf den Fettgehalt der Nahrung achten, nicht nur/besonders auf pflanzliche Fette. So wie die Lotta mit ihrer Pankreasinsuffizient mehr Kohlenhydrate fressen soll, als ein normaler Hund und daher immer ihre Ladung Reis oder Haferflocken ins Futter bekommt.

Das Fett, dass sich in oder auf der Hornhaut ablagert, ist nach dem, was ich gelesen habe, Cholesterin. Das ist nur in tierischen Organismen vorhanden. Pflanzen haben Zellwände, die brauchen kein Cholesterin, ist also auch nicht in Pflanzenöl enthalten.


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RE: BARF

#105 von Uli66 , 19.03.2013 16:46

Hi Fino,
bis jetzt konnte ich bei meinen Hunden noch keine Sympthome eines Tryptophanmangels feststellen. Getreide füttere ich, wenn es geht, nicht. Innereien bekommen sie schon - grüner Pansen, Schlund (allerdings ohne Schilddrüse), Herz.......
Ich bin eher kein Fan von Muskelfleisch. Außerdem bekommen sie rohen Fisch, das enthält auch Tryptophan.

Meine TÄ hat mir geraten nachzudenken was mein Hund in der freien Wildbahn fressen würde. Leider sind meine Hunde leidenschaftliche Jäger (deshalb im Wald immer an der Leine) und Mäuse lieben sie. Sie würden auch alles andere was klein, pelzig und 4 Füße hat, fressen (außer Maulwürfe und Spitzmäuse) Eichhörnchen erwischen sie GsD nicht, aber sie versuchen immer die Bäume rauszuklettern wenn sie welche sehen. Auch Kücken und Vögel würden sie fressen. Und die haben vorverdautes Grünzeug und Körner im Magen und das versuche ich ihnen auch zu bieten - außer den Körnern, die können sie nicht verwerten. Gemüse in fein pürierten Zustand schon. Und sie lieben ganze Hühnchen (ohne den Federn). Die werden kompett weggeputzt.
Natürlich muss man bei Fett aufpassen, z. B.Huskies die im Winter viel laufen brauchen viel Fett, im Sommer wird der Fettgehalt der Nahrung total reduziert. Meine Hunde sind wirklich sehr viel unterwegs und mit überflüssigen Pfunden haben sie kein Problem, eher umgekehrt.
Und, bei einem Wolfsrudel fressen nicht alle auf einmal, zuerst frisst das Alpha-Tier und der frisst zuerst die Innereien weil sie die meisten Nährstoffe enthalten, für die letzten im Rudel bleibt nur das Muskelfleisch über. Wusste ich zuerst auch nicht, aber ich habe es selber erlebt im Wolf-Science-Center in Ernstbrunn in Niederösterreich.

Aber es stimmt, das ist ein Thema, über das man sicher lange diskutieren kann und trotzdem macht es dann jeder so wie er es für seinen Hund für richtig hält. Aber ich finde die Diskussion immer sehr anregend und bin sehr neugierig zu erfahren wie es die anderen machen. So mancher wertvolle Tipp war da schon dabei.

Ich bin auch kein extrem-Barfer, wenn ich mit den Hunden in den Bergen unterwegs bin habe ich Nassfutter-Beutel mit weil das Rohfleisch im Rucksack nicht unbedingt den besten Geruch für mich hat.

Uli66
zuletzt bearbeitet 19.03.2013 16:53 | Top

  

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